Altstadthaus mit Kunstgalerie, Zürich
Gesamtrenovation und Ausbau Wohnung
- Studienauftrag, 1. Rang
- Auftraggeber: Stockwerkeigentümer
- Ausführung: 2007 bis September 2009
- Adresse: Kirchgasse 25, 8001 Zürich
Das Haus ist auch unter dem Namen ‚Zur heiligen Katharina’ bekannt. Das Erstellungsjahr liegt im 14. Jahrh. Das Gebäude diente bis zur Reformation als Wohnung des Kaplans des Katharinenaltars im Grossmünster. Im Lauf der Jahrhunderte wurden viele Veränderungen unternommen. Die romantische Fassade wurde 1887 beseitigt. 1930 wurde ein Grossteil der heutigen Installationen erstellt.
Das Haus ist im Inventar der Denkmalpflege. An der Fassade sind die Fenster und Erker geschützt. Im Innern gibt es bemalte Decken und Wände, Wand- und Deckentäfer, Stuckdecken aus diversen Epochen, die erhaltenswert sind. In einer Gebäudeanalyse haben wir uns einen genauen Überblick über den Zustand der Liegenschaft verschafft. Diese Analyse war die Grundlage für den Sanierungsvorschlag.
In einem ersten Schritt wurde die äussere Hülle saniert. Die Kastenfenster wurden renoviert oder neu hergestellt. Die Südfassade wurde ausgebessert und neu gestrichen. Auf der Nordseite wurde der Verputz bis auf das Bruchsteinmauerwerk abgeschlagen und wieder neu aufgetragen. Die defekten Gewände aus Sandstein wurden ersetzt. Die Bedachung wurde komplett erneuert. Dabei wurde die Tragstruktur angepasst und der Estrichboden gedämmt.
In der zweiten Etappe wurde die Wohnung im 3. OG erneuert. Die Raumstruktur wurde nicht angetastet. Alle wertvollen Elemente wie Stuckdecken, Wand- und Deckentäfer und der Kachelofen wurden renoviert. Die Küche und die Bäder wurden komplett erneuert. Im Belichtungsschacht hinter dem WC wurde eine neue Steigzone für alle Medien erstellt.
Als letzte Etappe wurde das Treppenhaus renoviert. Gleichzeitig wurde die Heizung von Öl auf Gas umgestellt und die Verteilung erneuert. Im Treppenhaus wurde die Holztreppe aufgefrischt. Die Deckenmalereien wurden restauriert, überstrichene Wandmalereien wurden teils wieder hervorgeholt.
Alle Arbeiten wurden in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege durchgeführt. Während der Renovation wurden durch das Amt für Städtebau und Archäologie alle sichtbaren und verdeckten Oberflächen und Materialien dokumentiert.





















