Maiensäss Saltaplana Puschlav
Totalrenovation Wohngebäude mit Scheune

  • Direktauftrag
  • Auftraggeber: Privat
  • Ausführung: Anfangs 2016 bis Mitte 2018
  • Ausführung: Zanetti Architettura, Poschiavo

Das Maiensäss im Puschlav besteht aus zwei Gebäudeteilen, talseitig steht eine Scheune, darunter liegt ein Kuhstall, hangseitig ist der Wohnteil, der direkt an die Scheune angebaut ist. Das hat zur Folge, dass die Wohnräume keine Fenster zur Talseite haben, sondern nur zwei kleine nach Süden und ein nach Norden orientiertes Fenster. Da das Gebäude als reine Wirtschaftsanlage geplant wurde, war dies kein Problem.

Das Maiensäss wurde vom Vater des jetzigen Besitzers 1966 als Ferienhaus erworben. 1970/ 71 wurde der Wohnteil so vergrössert, dass es neu auch Fenster ins Tal gibt. Die Scheune wurde noch für das Winterheu genutzt, der Stall konnte nicht mehr benutzt werden.

2015 wurde entschieden das Gebäude komplett zu renovieren. Im ersten Schritt wurde der Stall und die Scheune renoviert. Die inneren Wände mussten teils neu unterfangen werden. Das Dach wurde komplett erneuert und mit Stein gedeckt, wie es der ursprünglichen Bauweise im Tal entspricht. Die Fassade wurde neu verputzt. Die Tore aus Lärche in die Scheune und den Stall wurden komplett erneuert. Wegen dem hohen Zweitwohnungsanteil im Tal war es nicht möglich Fenster in der ehemaligen Scheune einzubauen. Trotzdem sind die ursprünglichen Funktionen nicht mehr möglich und nötig.

Ein Jahr später wurde der Wohnteil in zwei Etappen renoviert. Die Struktur blieb erhalten, aber es wurden alle inneren Oberflächen erneuert. Die Aussenwände wurden innen weiss verputzt, die inneren Zimmertrennwände wurden alle aus unbehandelter Fichte erstellt. Der Bodenbelag ist eine geölte Lärche.

Die Fassade wurde verputzt, die Fenster sind in Lärche unbehandelt, das Dach wurde in Stein gedeckt wie bei der Scheune.

Der Wohnbereich, ein Schlafzimmer und das Bad kann mit einem Tiba-Holzofen, ausser im Winter, beheizt werden. Auch das Warmwasser wird neu mit dem Holzofen erzeugt. Für die Stromversorgung mit 220V wurden zwei Solarzellen auf das Scheunendach montiert.

Am Schluss wurden noch die Natursteinwände ums Haus und die zwei angrenzenden Sitzplätze erneuert.

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