Mehrfamilienhaus Volketswil
Neubau elf Wohnungen

  • Direktauftrag
  • Auftraggeber: Maria und Hans Hirschi-Nussbaumer Stiftung
  • Ausführung: Anfangs 2016 bis Juni 2017
  • Umgebungsplanung: planivers Landchaftsarchitektur
  • Bauleitung: die Architektengruppe
  • Kunst am Bau: wiedemann/mettler

Die zwei Parzellen liegen am Rande einer Wohnzone und ragen wie ein Keil in die Gewerbezone. Die Lärmbelastung auf der Nordseite durch den Flughafen Dübendorf ist gross. Nach Südwesten geht der Blick in eine Wohnsiedlung und ein Naherholungsgebiet. Die Stiftung hat entschieden auf einer Parzelle ein Wohnhaus mit günstigen Wohnungen zu erstellen. Eine hohe Rendite stand nicht im Vordergrund.

Die Wohnungen haben offene Wohnküchen und von Norden nach Süden durchgehende Wohn-/ Essbereiche. Die Balkone sind wie Loggias und haben die Grösse eines Zimmers. Die Balkone auf der Nordseite erlauben es Zimmer nach Norden mit Fenstern nach Osten oder Westen auszustatten.

Die Fassade ist durch grobkörnige Putzfelder gegliedert. Der Farbton ist dem Wohnhaus auf der Ostseite angeglichen. Die Stakettengeländer der Balkone und bei den Fenstern sind mit leicht zueinander geneigten Staketten ausgebildet. Bei einem seitlichen Blick ergibt das einen geschlosseneren Eindruck. Die Fenster in Holz/ Metall sind aussen im gleichem Bronceton wie die Lamellenstoren.

Im Aussenraum hat jeder Bereich eine Zuordnung und ein eigenes Gesicht. So ergeben sich unterschiedliche Räume, wie Naschgarten, Pflanzenfelder, Blumenstraussflächen, Rasenspielfelder, Baumschirme, usw. Nach Süden wurde auf Initiative der SWO ein Kalktrockenstandort für seltene Magerwiesenarten angelegt. Eingebaute Steinriegel sind Rückzugsort für Eidechsen, Igel, Marder, usw. und ermöglichen eine Verbindung zum nahen Chrutzelried. Das anfallende Dachwasser wird über eine sichtbare Wasserspur um das Wohnhaus bis zur Versickerungsmulde geführt.

Das Künstlerpaar wiedemann/mettler hatte die Idee Innenaufnahmen der unbewohnten Wohnungen zu überlagern und zu verfremden. Diese Bilder wurden im Treppenhaus platziert. Die Idee ist, dass man als Bewohner nie so genau weiss, wie es beim Nachbarn aussieht. Mit diesen Bildern können die Bewohner andere Wohnungen und Situationen spielerisch erkunden.

Das Wohnhaus ist Minergie zertifiziert und wird mit einer Luft-Wärmepumpe beheizt.

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