Zweifamilienhaus Zürich
Gesamtrenovation und Anbau in Holz

  • Direktauftrag
  • Auftraggeber: Privat
  • Ausführung: Ende 1998 bis September 1999
  • Farbgestaltung: Philipp Wyrsch
  • Umgebungsplanung: planivers Landschaftsarchitektur, Fredy Ungricht

Die seit 1999 denkmalgeschützte Villa wurde 1894 von Heinrich Grether erbaut. 1945 wurde in jedem Vollgeschoss eine kleine Zweizimmerwohnung eingebaut.

1998 musste das Gebäude total saniert werden. Im Zuge dieser Renovation wurden im 1.OG eine Vierzimmerwohnung und im 2. und 3.OG eine Fünfzimmer-Maisonettewohnung eingebaut. Im 1.OG wurde für das Bad und ein viertes Zimmer ein Anbau erstellt. Der Altbau wurde mit einem schlichten Kubus aus Holz ergänzt. Ein bestehendes Fenster des Altbaus konnte als Durchgang genutzt werden. Die Küche wurde durch einen Wanddurchbruch mit der Veranda verbunden und bildet so das neue Zentrum der Wohnung. Die Maisonettewohnung im 2.OG widerspiegelt in der Raumstruktur den ursprünglichen Zustand der Villa von 1894. Im Erdgeschoss wurde ein kleines 2 Zimmer-Studio realisiert.

Der Annexbau aus Holz ordnet sich der Situation der hundertjährigen Villa unter. Die Materialisierung ist eine Holzrahmenbaukonstruktion mit Zellulose ausgedämmt. Die Innenbeplankung wurde aus Gipsfaserplatten, die Aussenbeplankung mit bitumierten Holzfaserplatten und einer hinterlüfteten horizontalen Massivholzschalung ausgeführt. Bis und mit Anstrichstoffe wurde auf ökologische Komponenten geachtet.

Für die Farbgebung der Deckenspiegel der zwei Haupträume pro Geschoss wurden die drei Grundfarben ultra-marineblau, paprikarot und ockergelb, die bereits in der Villa von 1894 präsent waren, gewählt. Die farbigen Decken interpretieren die historische Substanz auf eine neue Art.

Publikationen:

  • Ideales Heim 06.2000
  • Umbauen und Renovieren 11.2000
  • Tages-Anzeiger 03.2011
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